MittendrIn Berlin! // Wettbewerb // Preisträger 2015

Rückblick zum Verfahren 2014/15

Im Wettbewerb 2014/15 reichten 18 Initiativen kreative Konzeptideen zum Motto Standort Zukunft ein. Acht Initiativen wurden zur Qualifizierung in der zweiten Phase des Verfahrens ausgewählt.   Ende 2014 kürte die Jury von MittendrIn Berlin! vier Gewinner: Offen für alle: die Bahnhofstraße; Berlins Hollywood: Zurück in die Zukunft; Karla dabei! Das Zentrum für die Hosentasche und das Projekt Treffpunkt Alexanderplatz – Gemeinsam für die Zukunft.

Ein Rückblick auf das Verfahren 2014/15 steht hier zum Download bereit

 

Offen für alle: die Bahnhofstraße

Im Süden Berlins herrscht Aufbruchsstimmung. Mit der Siegprämie aus dem Wettbewerb konnte das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V. erste Schritte umsetzen, um die Lichtenrader Bahnhofstraße zu einer Flaniermeile mit besonderem Flair und einem barrierefreien „Standort Zukunft“ zu entwickeln. Das Projekt „Offen für alle: die Bahnhofstraße“ war ein stimmiges Konzept aus mehreren Bausteinen, wie z.B. einheitlichen Ladenöffnungszeiten, neuen Serviceangeboten, einer neuen Internetplattform und internen Workshops zum Händlermarketing.

Weniger Barrieren – Mehr Einkaufserlebnisse

Grundgedanke des Vorhabens war der Abbau von Barrieren aller Art für Jung und Alt, um die Bahnhofstraße als lokalen Einkaufs- und Begegnungsort zu stärken. Der Startschuss fiel am 1. April 2015. Im Rahmen der Veranstaltung „Kein Aprilscherz“ konnten die Kunden in der Lichtenrader Bahnhofstraße einen Sonnabend mit neuen Ladenöffnungszeiten erleben. Kunst und Musik in den Läden machten den Besuch zu einem Einkaufserlebnis. Kurze Zeit später startete der Lieferservice „MercaLira“ – betrieben von Schülerinnen und Schülern des nahegelegenen Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums und als Konzept im Bundes-Schülerfirmen-Contest 2015 prämiert. Neben weiteren Service angeboten, wie einem Regenschirm- und Lesebrillenverleih, gab es immer wieder größere und kleine Aktionen, so ein Händlerfrühstück, bei dem sich u.a. ökologisch arbeitende Betriebe aus dem Umland präsentierten. Höhepunkt zum Abschluss im September war die Veranstaltung „Rosengrüße aus der Bahnhofstraße“, bei der „Blütenmädchen“ Blumen und kleine Präsente an die Besucherinnen und Besucher verteilten und auf diese Weise auf die Angebote der teilnehmenden Geschäfte aufmerksam machten. Bei der Veranstaltung wurde das neue Logo der Bahnhofstraße als Dachmarke der Händlergemeinschaft eingeführt und die Internetseite www.bahnhofstrasse.de. gestartet. Hier finden sich Informationen rund um Lichtenrade und eine Übersicht aller Geschäfte der Händlergemeinschaft. Kunden werden über einzelne Angebote und laufende Aktionen informiert und können so ihren Einkauf optimal planen.

Standort Zukunft: Bahnhofstraße

Das Projekt „Offen für alle: die Bahnhofstraße“ vereinte in kreativer Weise die Einführung neuer Serviceangebote mit dem Abbau erster „Einkaufs-Barrieren“. Langfristiges Ziel ist die Schaffung eines komplett barrierefreien Einkaufserlebnisses durch den entsprechenden Umbau der Eingangsbereiche der Ladengeschäfte. In Workshops mit Immobilieneigentümern konnte diese Aufgabe im Projektzeitraum bereits vorbereitet werden. Durch die Aufnahme des Projekts in das Förderprogramm „Aktive Zentren“ folgen weitere Maßnahmen, die mit Hilfe des handlungsstarken Netzwerkes lokaler Akteure konzentriert umgesetzt werden können.

Ansprechpartner
Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V.
Dr. Georg Wagener-Lohse
gewalo@yahoo.de

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Berlins Hollywood: Zurück in die Zukunft

Die Weißenseer Spitze in Pankow nannte man vor 100 Jahren das „Hollywood Berlins“, weil sich dort das Zentrum des deutschen Stummfilmkinos befand. Nun erblüht die Weißenseer Spitze neu: Eine bunt gemischte Bewohnerschaft aus jungen Eltern, Studierenden, Kunstschaffenden und anderen Kreativen beginnt den Kiez um den Caligariplatz und die Gustav-Adolf-Straße zu prägen. Geschichte und Gegenwart des Ortes waren für die IG Weißenseer Spitze und das Kreativunternehmen „localsmarts“ Ausgangpunkt für ihre Idee, einen „Standort Zukunft“ zu schaffen. Das Konzept „Berlins Hollywood: Zurück in die Zukunft“ hatte zum Ziel, mit einem interaktiven Film den Anwohnenden und Gewerbetreibenden eine Plattform zu geben, um sich in die Entwicklung der Weißenseer Spitze einbringen zu können.

Ein Parklett verwandelt das Alltagsleben

Star des Films ist ein Parklet, ein mobiler, gemeinsam entwickelt und gebauter Mini-Park, der im Sommer 2015 die Gustav-Adolf-Straße „entlang wanderte“. Das Parklet veränderte das alltägliche Leben in der Weißenseer Spitze, als es temporär z.B. für Veranstaltungen und Feiern oder auch als Außenbereich einer Bäckerei genutzt wurde. Ganz nebenbei diente es als Kulisse für den interaktiven Kiezfilm. Der Film wurde am internationalen, jährlich im September stattfindenden Parking-Day uraufgeführt.

An diesem Tag war die Gustav-Adolf-Straße nicht wiederzuerkennen: Parklücken entlang der Straße wurden mit Musikveranstaltungen, Yoga-Unterricht, Spielwiesen, Straßenverkäufen und Erholungsräumen mit Leben gefüllt. Was sonst hinter der Ladentür stattfindet, konnte bei spätsommerlichem Wetter in den öffentlichen Raum getragen werden. Die Premiere des Kiezfilms war das Highlight des Tages und wurde passend im ehemaligen Stummfilmkino Delphi gefeiert. Am darauffolgenden Tag lud die IG Weißenseer Spitze zum Besuch des Kreativmarktes auf dem Caligariplatz ein. Die Anwohnerschaft, die das mobile Parklet bereits intensiv hatte nutzen können, diskutierte denkbare Visionen für ihre „Spitze“. Nebenbei genoss man Darbietungen auf einer Kleinkunstbühne – auch hier konnte das Parklet wieder zeigen, was alles in ihm steckt.

Standort Zukunft: Weißenseer Spitze

Die Geschichte der Weißenseer Spitze ist Ausgangspunkt einer Zukunftsvision für den Kiez, wie online und offline kreativ miteinander verknüpft werden könnte. Mit dem Projekt wurde ein innovativer Ansatz der Anwohneraktivierung erfolgreich getestet. Die Interessengemeinschaft sammelte Dutzende kreativer Ideen für die Belebung des Straßenraums. Gleichzeitig entstand mit dem Kiezfilm ein gemeinschaftliches Imageprojekt, das der „Spitze“ ein neues Gesicht verliehen hat. Unter localsmarts.org ist der Film zu bestaunen.

Ansprechpartner
LocalSmarts UG
Heather McKee
info@localsmarts.org

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Karla dabei! Das Zentrum für die Hosentasche

Einfach mit dem Smartphone den Kiez erkunden und dabei den Einkaufsweg nach attraktiven Angeboten bestmöglich planen – das ist seit Sommer 2015 in Karlshorst ganz einfach. Die Web-Applikation „Karla dabei“ macht es möglich. Die Initiative „DREIeinsACHT Unternehmer für Karlshorst“ hatte klare Vorstellungen, wie das Einkaufen und Flanieren im Karlshorster Zentrum entlang der Treskowallee verbessert und „benutzerfreundlicher“ gestaltet werden kann. Ausgangspunkt war die Weitläufigkeit des Zentrums im Bezirk Lichtenberg, das zudem noch von einer S-Bahn-Trasse und der stark frequentierten Treskowallee „zerschnitten“ wird. Hier ging es darum, für das polyzentrale Gebiet ein verbindendes Element zu schaffen. Die MittendrIn-Jury folgte dem Ansatz und belohnte das innovative Projekt mit dem Sieg bei MittendrIn Berlin! 2014 / 15.

Karlshorst in einer Hand

Karlshorst entwickelt sich rasant: Der Zuzug vieler junger Familien prägt das Leben im kommenden Szene-Kiez. Dabei fällt es nicht leicht, einen Überblick über die vielen neuen Läden, Restaurants und Bars zu behalten, die derzeit aus dem Boden schießen. Die lokale Händlergemeinschaft nahm sich ein Beispiel an den Innenstadtlagen Berlins, in denen schon seit längerer Zeit Einkaufs-Apps zum Standardrepertoire gehören. In gemeinsamen Treffen von Einzelhändlern, Anwohnern und Kiezgruppen wurden Informationen über den Kiez ausgewertet, passende Ideen gesammelt und die nötigen Funktionen einer App diskutiert. Neben aktuellen Informationen zu Angeboten der Händler bietet „Karla dabei“ auch eine Übersicht über kulturelle Besonderheiten des Stadtteils. Ein Blick auf das Smartphone genügt und schon ist der nächste Einkauf oder Spaziergang zielgerichtet geplant. Ein besonderes Feature sind die sogenannten Partnershops, bei denen Händler sich gegenseitig bewerben und ihre Angebote mit wechselnden Rabatten kombinieren; insofern lohnt ein regelmäßiger Blick auf die Web-Applikation.

Standort Zukunft: Karlshorst

Mit der Web-App, die unter www.karla-dabei.de. abrufbar ist, hat die Gruppe „DREIeinsACHT Unternehmer für Karlshorst“ eine aus den lokalen Besonderheiten Karlshorsts entwickelte, virtuelle Flanier-Möglichkeit geschaffen, die Einheimische und Gäste gleichermaßen nutzen können. Virtuelles und reales Einkaufen im Südosten Berlins wurden so miteinander verbunden. Durch die intensive Arbeit im Unternehmernetzwerk konnten neue Kooperationen vereinbart werden. Den Händlern bietet sich eine neue und zeitgemäße Möglichkeit, sich und ihre aktuellen Angebote zu präsentieren, versehen mit Tipps und Hinweisen auf ergänzende Produkte anderer Händler.

Ansprechpartner

„DREIeinsACHT Unternehmer für Karlshorst“
Christoph Beyer
info@3-mal-1.de

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Treffpunkt Alexanderplatz – Gemeinsam für die Zukunft

Der Alexanderplatz in der Mitte Berlins ist für Berlinerinnen und Berliner sowie Gäste aus aller Welt gleichermaßen Einkaufsziel, Anziehungsort und Treffpunkt. Ein neuer Zusammenschluss aus ansässigen Händlern, Institutionen und kulturellen Einrichtungen rund um den Fernsehturm hat mit dem Projekt „Treffpunkt Alexanderplatz – Gemeinsam für die Zukunft“ einen Beitrag dazu leisten können, den Alexanderplatz und sein Umfeld auf den Weg zu einem „Standort Zukunft“ zu bringen.

Alexanderplatz zum Selbermachen

Der Alexanderplatz und das Rathausforum bieten durch ihre Anrainer eine ganze Reihe an Angeboten, die bei Berlinerinnen, Berlinern und Touristen beliebt sind. Der Wille, für diesen zentralen Ort Berlins gemeinschaftlich Verantwortung zu übernehmen, führte zur Gründung eines neuen Netzwerkes. Als erstes gemeinsames Projekt stellte diese vielfältige Standortkooperation ein Vorhaben auf die Beine, mit dem sie sich beim Wettbewerb MittendrIn Berlin! 2014 / 15 bewarb – und auf Anhieb gewann. Die Web-Applikation „meinalex“ war ein zentraler Baustein des Konzeptes „Treffpunkt Alexanderplatz“ und bietet die spielerische Möglichkeit, die Mitte Berlins virtuell zu gestalten. Unter www.meinalex.de kann jeder am Computer oder Tablet ausprobieren, wie sich das gesamte Areal zwischen Spree und Alexanderplatz neu gestalten ließe. Fiktiv ist das Entfernen von Gebäuden ebenso möglich wie die Freihaltung oder grünplanerische Entwicklung des Platzes. Ob orientiert an der Vor-Wende- Zeit oder mit Blick auf einen „Zukunfts-Alex“: Das Browserspiel ermöglicht es, eine ganz persönliche Umgestaltung des Bereichs um den Fernsehturm vorzunehmen. Zu den fertigen Entwürfen können statistische Auswertungen abgefragt werden und es besteht die Möglichkeit, das Ergebnis über soziale Netzwerke mit anderen zu teilen. Die spielerische Planung steht inhaltlich mit dem Dialogverfahren zur Gestaltung der Berliner Mitte in Verbindung.

Standort Zukunft: Alexanderplatz

Die Teilnahme am Verfahren MittendrIn Berlin! 2014/15 und der Gewinn waren für die Entwicklung eines Netzwerkes am Alexanderplatz ein wichtiger Impuls, der eine intensivere Zusammenarbeit begründet hat. Mit dem Projekt wurde ein interessantes Beteiligungstool entwickelt und getestet, das eine alternative Form der Kommunikation darstellt und neue Perspektiven auf diesen „Standort Zukunft“ im Herzen Berlins ermöglicht.

Ansprechpartner

TV Turm Alexanderplatz Gastronomiegesellschaft mbH
Christina Aue
c.aue@tv-turm.de

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„Standort Zukunft“ – Wettbewerb 2014/15 entschieden

Die Entscheidung um den „Standort Zukunft“ ist gefallen. Vier lokale Initiativen, die mit Innovationen und kreativen Ideen in den Berliner Geschäftsstraßen und Zentren aktiv die Zukunft gestalten wollen, teilen sich das Preisgeld in Höhe von 110.000 Euro. Die Jury überzeugte, dass sich die Standortkooperationen mit den Zukunftsherausforderungen, die sich vor Ort stellen, intensiv, kritisch und kreativ auseinander gesetzt haben.

Die Fachjury kürte am 17. November 2014 folgende vier Projekte als Gewinner:

• Berlins Hollywood: Zurück in die Zukunft (Pankow)
• Offen für alle: die Bahnhofstraße! (Tempelhof-Schöneberg)
• Treffpunkt Alexanderplatz – Gemeinsam für die Zukunft (Mitte)
• Karlshorst Dabei! Das Zentrum für die Hosentasche (Lichtenberg)

Stadtentwicklungssenator Michael Müller: „Die Berliner Geschäftsstraßen und Zentren tragen zur Zukunftsfähigkeit unserer Stadt bei. Sie sind die Orte, die Berlins Identität mit ausmachen. Der Einzelhandel als Leitfunktion in den Zentren ist mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, wie der Generationennachfolge, Erlebniswünschen von Kunden und dem zunehmenden Online-Handel. Die Kreativ- und Gründerszene Berlins schafft Innovationen, die für den Einzelhandel interessante Perspektiven bieten. Mit der Zentren-Initiative „MittendrIn Berlin!“ haben wir einen sehr erfolgreichen Anreiz geschaffen, dass Standortkooperationen aktiv Verantwortung übernehmen, um die Zentren zu profilieren. Den ausgewählten Initiativen ist es gelungen, die besonderen Potenziale Berlins mit den konkreten Herausforderungen an ihrem Standort zu verbinden. Den engagierten Gewinnern gratuliere ich herzlich!“

IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer sagt: „Unter dem Motto „Standort Zukunft“ haben wir die Aktiven in den Berliner Kiezen aufgerufen, Strategien und Projekte zu entwickeln, die ihr Zentrum auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch attraktiv und angesagt erscheinen lassen. Alle vier prämierten Beiträge zeigen hoffnungsvolle Perspektiven für die verschiedenen Kiezstrukturen auf. Darüber hinaus zeigte sich: Die Frage nach der Zukunft eines Standorts muss nicht zwangsläufig mit einer fortschreitenden Technisierung beantwortet werden. Sie kann auch im Abbauen von Barrieren bestehen oder in der Rückbesinnung auf den einzigartigen Charakter eines Standorts.“

Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied der Berliner Sparkasse: „Die Initiative „MittendrIn Berlin!“ ist großartig: Menschen, die es betrifft, machen sich gemeinsam Gedanken, wie sie ihr direktes Umfeld voranbringen können. Davon profitieren der Kiez, seine Anwohner und Geschäftsleute. Und das urbane Gefüge der Hauptstadt gewinnt an Vielfalt. Schließlich gehört es auch zu unserem Selbstverständnis als Sparkasse, gesellschaftliche und wirtschaftliche Interessen intelligent miteinander zu verknüpfen.“

Die vier prämierten Projekte werden zwischen April und Oktober Sommer 2015 realisiert.

Foto: Brunner/IHK, v.l.n.r. Dr. Eric Schweitzer, Präsident IHK Berlin, Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied Berliner Sparkasse, Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Alexander Boether, Ziegert

 

Nominiertenwerkstatt am 27. August 2014

Im Rahmen der MittendrIn-Coachingphase fand am 27. August 2014 in den Räumen der Firma exozet im Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof die Nominiertenwerkstatt des aktuellen Wettbewerbsverfahrens MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative 2014/15 statt.

Die Werkstatt gibt Raum für neue Impulse und kreative Projektideen, mit denen die Nominierten ihre eigenen Beiträge zum Wettbewerb konkretisieren und weiterentwickeln können. Die diesjährige Veranstaltung bot fachliche Inputs, gefolgt von einer interaktiven Sequenz. Zum Auftakt informierte Dr. Friederike Schultz, Chief Creative Officer von exozet, über Marketingstrategien und Möglichkeiten, wie sich Geschäftsstraßen digital präsentieren können. Ihre Erläuterungen wurden von Christof Deitmar, IHK Berlin, um eine Kurzvorstellung von sogenannten QR-Cobbles (mit QR-Codes versehene Pflastersteine) erweitert. Jochen Brückmann, IHK Berlin, gab den Anwesenden Hinweise zur Qualifizierung in der zweiten Wettbewerbsphase, ergänzt von Franziska Göpfert, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, und Daniel Schertel, raumscript, die ihre Eindrücke aus den Vor-Ort-Gesprächen schilderten und allgemeine Empfehlungen gaben.

In der anschließenden Werkstattsequenz erhielten die Vertreterinnen und Vertreter der nominierten Initiativen die Aufgabe, einen fiktiven Wettbewerbsbeitrag für MittendrIn Berlin! 2020/21 zu erarbeiten, der auf einem vorgegebenen Zukunftsszenario aufgebaut werden sollte. Dabei entwickelten zwei gemischte Gruppen jeweils ihr eigenes Konzept, das sie anschließend vorstellten. Die Präsentationen der kreativen Spontan-Beiträge haben die fiktive Werkstattjury bereits sehr beeindruckt. Nun haben die acht nominierten Initiativen noch bis zum 24. Oktober Zeit, ihre jeweiligen Wettbewerbsbeiträge weiter auszuarbeiten.

 

Acht Ideen für den „Standort Zukunft“

Erste Runde des Wettbewerbs „MittendrIn Berlin!“ ist entschieden. Acht Ideen für den „Standort Zukunft“ nominiert.

Die erste Entscheidung im aktuellen Wettbewerb „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative 2014/15“ ist gefallen. 18 Berliner Standortkooperationen und Netzwerke reichten ihre Projektideen ein. Unter dem Motto „Standort Zukunft“ waren sie aufgefordert, sich mit den Anforderungen ihrer Geschäftsstraßen in zwanzig oder dreißig Jahren Gedanken zu machen. Wie können die Kieze z.B. auf den demografischen Wandel reagieren oder die die Möglichkeiten von Smart-Phone-Technologien für sich nutzen?

Die Fachjury nominierte am 17. Juni 2014 folgende acht Beiträge für die Qualifizierung in der zweiten Runde:

 


  • Berlins Hollywood: Zurück in die Zukunft (Pankow)

  • Treffpunkt Alexanderplatz (Mitte)

  • Zukunft Bergmannkiez – ein urbanes Pilotprojekt (Friedrichshain-Kreuzberg)

  • Karlshorst dabei! Das Zentrum für die Hosentasche (Lichtenberg)

  • ...die Bahnhofstraße Köpenick bewegen... (Treptow-Köpenick)

  • Rallye-App – Entdecke deinen Kiez (Friedrichshain-Kreuzberg)

  • Offen für alle: die Bahnhofstraße! (Tempelhof-Schöneberg)

  • Vielfalt inklusive – kleine App mit großer Wirkung (Charlottenburg-Wilmersdorf)

 

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: „Die Attraktivität Berlins als Metropole, als Stadt mit kurzen Wegen, in der Menschen gerne leben, arbeiten und zu Besuch sind, resultiert auch aus der Vitalität und Vielfältigkeit der Berliner Geschäftsstraßen und Zentren. Die lokalen Netzwerke und Standortgemeinschaften sind für diese Lebendigkeit entscheidend. Sie zu stärken, ist ein wichtiges stadtentwicklungspolitisches Ziel. Ich freue mich, dass der Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ im nunmehr siebten Durchgang weiterhin eine große Resonanz erfährt. Den lokalen Initiativen, die Ideen entwickelt und eingereicht haben, danke ich für ihr Engagement. Ich bin neugierig, wie sich die ausgewählten Netzwerke weiter qualifizieren.“

Christian Wiesenhütter, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin: „Die von den Standortkooperationen bei „MittendrIn“ eingereichten Beiträge zeigen, dass sich die Akteure ideenreich und praktisch damit auseinandersetzen, wie die Zukunft ihres Kiezes aussehen könnte. Die Händler vor Ort müssen reagieren auf eine insgesamt wachsende Stadt. Die Ansprüche der Kundschaft werden sich aber auch – etwa durch den demografischen Wandel oder das Angebot des Online-Handels - verändern. Mit MittendrIn wollen wir die Berliner Netzwerke dabei unterstützen, die für ihren Standort passende Idee zu finden und zu realisieren.“

In den kommenden Monaten haben die acht nominierten Standortinitiativen Gelegenheit, ihre Ideenskizzen zum Thema „Standort Zukunft“ zu konkretisieren und ihre lokalen Netzwerke weiter auszubauen. Für diese Qualifizierung erhalten sie als Starthilfe jeweils 4.000 € und werden darüber hinaus mit einem Vor-Ort-Coaching und einer Kreativwerkstatt unterstützt.

Im November 2014 wird in einer zweiten Jurysitzung die endgültige Entscheidung fallen, welche bis zu drei Projekte sich über ein Preisgeld von insgesamt 100.000 € freuen können. Die prämierten Projekte werden im Sommer 2015 realisiert.

Foto: Benjamin Pritzkuleit

 

Wettbewerbsverfahren 2014/15

MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative startet in das neue Wettbewerbsverfahren 2014/15. Unter dem Motto Standort Zukunft werden Ideen und Projekte unterstützt, die die Herausforderungen der Zukunft für Geschäftsstraßen und Kieze in den Blick nehmen und kreative Antworten darauf finden.

V.l.n.r.: IHK-Vizepräsident Stephan Schwarz, Stadtentwicklungssenator Michael Müller, Torsten Kruse, Geschäftsführer GALERIA Kaufhof am Alexanderplatz (Foto: IHK Berlin/ Brunner) Warum werden die Berlinerinnen und Berliner und die vielen Besucherinnen und Besucher der Stadt auch zukünftig gerne in den Berliner Geschäftsstraßen einkaufen? Was ist das besondere Profil jedes einzelnen Standorts?

Die neuen Technologien bieten vielfältige Möglichkeiten, den zukünftigen Anforderungen in den Berliner Zentren gerecht zu werden und diese mit den bewährten Formen des Einkaufens zu verknüpfen. Zukunftsfähigkeit heißt auch, die Netzwerkarbeit und Organisationsformen der Berliner Standortkooperationen neu zu denken. Mit Blick auf die demografischen Veränderungen unserer Gesellschaft sind gute Ideen der lokalen Akteure für die Themen Barrierefreiheit, Design for all und Service gefragt.

Das Motto Standort Zukunft lässt viele Bilder, Assoziationen und Konzepte zu. Die Kunst besteht in der Komposition des Angebots, zugeschnitten auf die lokalen Besonderheiten, abgestimmt mit den Menschen vor Ort und einem innovativen Blick in die Zukunft!

Sie als Händlergemeinschaft, Geschäftsstraßeninitiative, Eigentümer, Dienstleister oder als lokale Gruppe aus den Berliner Geschäftsstraßen sind aufgerufen, sich am Wettbewerb 2014/15 MittendrIn Berlin! „Standort Zukunft“ zu beteiligen und Ihr Zentrum oder Ihre Geschäftsstraßen fit für die Zukunft zu machen!

Foto oben, v.l.n.r.: IHK-Vizepräsident Stephan Schwarz, Stadtentwicklungssenator Michael Müller, Torsten Kruse, Geschäftsführer GALERIA Kaufhof am Alexanderplatz (Foto: IHK Berlin/ Brunner)

 

Auftaktveranstaltung am 25. März 2014

Am 25. März 2014 fand die Auftaktveranstaltung von MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative im SUPERMARKT in der Brunnenstraße in Berlin-Wedding statt. Über 130 Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über das neue Verfahren 2014/15 unter dem Motto „Standort Zukunft“ zu informieren. Neben Hinweisen und Tipps zur Teilnahme am Wettbewerb gaben Vorträge u. a. zum Thema Crowdfunding Einblicke in eine nicht allzu ferne Zukunft.

Unsere Bildergalerie (nach Klick auf Foto) zeigt Impressionen der Veranstaltung.

 
 

 

 

MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative

MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative ist eine Aktion des Landes Berlin, der IHK Berlin und der privaten Wirtschaft. MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative unterstützt Konzepte, Projekte und Aktionen, die dauerhafte Effekte für die Stärkung von Zentren und Geschäftsstraßen versprechen und zu einer nachhaltigen Attraktivitätssteigerung und Belebung führen. Dabei soll das Besondere und Unverwechselbare des jeweiligen Standorts benannt und herausgestellt werden. Um Netzwerke zu stärken, sollen die jeweiligen Konzepte in Kooperation tatkräftiger lokaler Akteure gemeinsam mit dem zuständigen Bezirksamt entwickelt und umgesetzt werden.





Seit dem ersten Wettbewerbsverfahren von MittendrIn Berlin! im Jahr 2005 wurden bereits 136 Beiträge von Berliner Standortinitiativen und Geschäftsstraßenmanagements eingereicht. Durch eine unabhängige Fachjury wurden bisher 22 Preisträger ausgewählt, die für die Realisierung ihrer Projekte insgesamt 1,1 Millionen Euro an Fördergeldern erhielten. Zudem wurden alle Gewinner während der Umsetzungsphase fachlich betreut.

Der sechste Wettbewerbsdurchgang 2012/13 wurde vor kurzem erfolgreich abgeschlossen. Zur Verwirklichung ihrer Ideen erhielten die drei Gewinner, das Projekt „CastingCarrée – Gestern, Heute, Morgen“ aus Berlin-Pankow, die „Spandauer Altstadtmeile – Kunst verbindet!“ aus Berlin-Spandau sowie die „Aktive Turmstraße: bewegt! belebt! beliebt!“ aus Berlin-Moabit rund 100.000 Euro. Mehr Informationen über die Preisträger 2012/13

Mehr Informationen und weitere Auskünfte zum Partnerprogramm und zum Wettbewerb gibt es bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und der IHK Berlin

 

„Standort Zukunft“ – Wettbewerb 2014/15 entschieden

Die Entscheidung um den „Standort Zukunft“ ist gefallen. Vier lokale Initiativen, die mit Innovationen und kreativen Ideen in den Berliner Geschäftsstraßen und Zentren aktiv die Zukunft gestalten wollen, teilen sich das Preisgeld in Höhe von 110.000 Euro. Die Jury überzeugte, dass sich die Standortkooperationen mit den Zukunftsherausforderungen, die sich vor Ort stellen, intensiv, kritisch und kreativ auseinander gesetzt haben.

Die Fachjury kürte am 17. November 2014 folgende vier Projekte als Gewinner:

 

Berlins Hollywood: Zurück in die Zukunft

Das Unternehmen LocalSmarts will – an die Geschichte der Filmstadt Weißensee anknüpfend – gemeinsam mit der IG Weißenseer Spitze den Standort in Pankow mit einem kleinen, mobilen Park für die Zukunft profilieren. Die Weißenseer Spitze war vor gut 100 Jahren das Zentrum des deutschen Stummfilmkinos und als „Hollywood“ Berlins bekannt. Nun erblüht die Weißenseer Spitze neu: Eine bunte Mischung aus jungen Eltern, Studierenden, Kunstschaffenden und anderen Kreativen beginnt den Kiez entlang der Gustav-Adolf-Straße neu zu prägen. Ein interaktiver Film wird zur virtuellen Plattform für Gewerbetreibende und kulturelle Einrichtungen zwischen Caligariplatz und Hamburger Platz. Zum eigentlichen Star des Films wird dabei ein Parklet – ein mobiler Minipark mit der Größe eines KFZ-Parkplatzes – ausgerüstet mit Sitzmöglichkeiten, Pflanzen und einem Display zum Internetsurfen. Dieser Park wird Filmset und zugleich Ort der Kommunikation sein. Er ist damit auch eine temporäre Aufwertung des Straßenraumes. Der gemeinsame Bau des Parklets im Frühjahr 2015 und seine unterschiedlichen Einsatzorte an der Weißenseer Spitze werden gefilmt. Der entstandene Film soll im Rahmen des internationalen Parking Day am 18. September 2015 im ehemaligen Stummfilmkino Delphi präsentiert werden. Die Geschichte der Weißenseer Spitze ist somit Ausgangspunkt einer Zukunftsvision für den Kiez, die on- und offline kreativ miteinander verknüpft wird.

Foto: Brunner/IHK, Gewinner-Initiative "LocalSmarts mit der IG Weißenseer Spitze"

Kontakt:
LocalSmarts UG
Heather McKee
Tel. 0157/73927270
info@localsmarts.org

 

Offen für alle: die Bahnhofstraße

Das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e. V. hat sich vorgenommen, die Bahnhofstraße in Lichtenrade zu einer Flaniermeile mit besonderem Flair zu entwickeln und in einen barrierefreien „Standort Zukunft“ zu verwandeln. Dies geschieht mit einem ganzheitlichen Ansatz. Die Vereinheitlichung der Öffnungszeiten, der Betrieb eines Lieferservices in Zusammenarbeit mit einer Oberschule, der Verleih von Lesebrillen und Schirmen sowie die Aufwertung des öffentlichen Raumes durch Kunstprojekte und Pflanzpatenschaften sind einzelne Bausteine, die ab dem Frühjahr 2015 realisiert werden. Es sind öffentlichkeitswirksame Aktionen und Feste geplant. Besonderen Wert legt das Bürgerforum darauf, dass die Zugänge der Läden entlang der Bahnhofstraße barrierefrei umgestaltet werden. Ein geplanter Höhepunkt ist die probeweise Neuorganisation des Verkehrs auf der Bahnhofstraße . Um die Wandlung zum „Standort Zukunft“ erfolgreich bestreiten zu können, hat sich in Lichtenrade ein vielschichtiges Netzwerk gebildet, das gemeinsam im Bürgerforum neue Formen der Zusammenarbeit testet.

Foto: Brunner/IHK, Gewinner-Initiative "Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V."

Kontakt:
Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e. V.
Dr. Georg Wagener-Lohse
Tel. 0173/5353105
gewalo@yahoo.de

 

Karlshorst Dabei! Das Zentrum für die Hosentasche

Die Standortkooperation „DREIeinsACHT Unternehmer für Karlshorst“ hat ein Konzept entwickelt, um das Zentrum von Karlshorst stärker als Einheit erlebbar zu machen. Über eine Web-Applikation erfahren Einheimische und Gäste viel Wissenswertes zu den lokalen Händlern und Dienstleistern, ihren Angeboten sowie zu gemeinsamen Aktionen der Händlerinitiative. Durch ein cleveres System aus „Bonus-Meilen“ und Partnershops vernetzen sich die einzelnen Gewerbetreibenden untereinander. Die Gewerbetreibenden tragen ihrerseits durch den Erwerb der „Karlshorst Aktie“ zum langfristigen Erfolg der webbasierten App bei. Die App „Karla dabei“ ist als hilfreiche Begleiterin beim virtuellen und beim realen Flanieren durch den „Standort Zukunft“ Karlshorst geplant. Die App soll auch Hinweise zu kulturellen Angeboten und zur Geschichte von Karlshorst geben. Das Zentrum des Lichtenberger Ortsteils Karlshorst, räumlich durch die Treskowallee und eine S-Bahntrasse getrennt, wird somit stärker als Einheit profiliert.

Foto: Brunner/IHK, Gewinner-Initiative "DREIeinsACHT Unternehmer für Karlshorst"

Kontakt:
DREIeinsACHT c/o Fromlowitz + Schilling GbR
Nicolaus Fromlowitz
Tel. 030/82309888
fromlowitz@fromlowitz-schilling.de

 

Treffpunkt Alexanderplatz – Gemeinsam für die Zukunft

Ein engagierter Kreis aus ansässigen Einzelhandelsbetrieben und kulturellen Einrichtungen will den Alexanderplatz und sein Umfeld zum „Standort Zukunft“ machen. Dazu soll die Orientierung auf dem Platz durch ein innovatives Leitsystem verbessert werden. Der Alexanderplatz im Herzen Berlins ist für Einheimische wie Gäste Berlins gleichermaßen Einkaufsort und Treffpunkt mit hoher Anziehungskraft. Der Test eines Leitsystems an einem Wochenende im Sommer 2015, das Zusammenspiel aus 3D-Map, Info-Stelen und Floor Graphics in Form von eingängigen Piktogrammen werden dabei helfen, besondere Ziele am Alexanderplatz leicht zu finden. Zusätzlich erwartet die Gäste eine Vielzahl an Aktionen. Hierzu zählt beispielsweise ein Nachtmarkt, der den Platz bis in die späten Abendstunden hinein beleben und dabei mit Berliner Spezialitäten aufwarten wird. Die geplanten Aktionen spiegeln die Vielfältigkeit des Alexanderplatzes wider und sind ein erster gemeinsamer Schritt der Anlieger in die Zukunft – zum Aufbau eines langfristig vitalen und handlungsstarken Netzwerkes.

Foto: Brunner/IHK, Gewinner-Initiative "Treffpunkt Alexanderplatz"

Kontakt:
TV Turm Alexanderplatz Gastronomiegesellschaft mbH
Christina Aue
Tel. 030/24757510
c.aue@tv-turm.de