MittendrIn Berlin! // Wettbewerb // Preisträger 2011

Mierendorffkiez: Mittendrin die Kaiserin! 22. Mai-30. Sept. 2011

Dampferfahrt, Drachenbootrennen und Geburtstagstafel

Umgeben von der Spree und Kanälen liegt der Mierendorffkiez quasi wie eine Insel mitten in Berlin. Der Beschaulichkeit im Kiez wollte der Unternehmerstammtisch Mierendorffkiez aktiv entgegenwirken. Gesucht wurde eine sympathische Imageträgerin mit einer starken Beziehung zum Kiez. Gefunden wurde sie in der Figur der Kaiserin Augusta. Die Imagekampagne für den Mierendorffkiez wurde von der Jury MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative aufgrund des überzeugenden lokalen und historischen Bezugs prämiert.

Die Insel der Kaiserin
Der 200. Geburtstag der Kaiserin Augusta im September 2011 bildete die Klammer der Veranstaltungsreihe „Mierendorffkiez: Mittendrin die Kaiserin!“. Die Monarchin war Ehefrau von Kaiser Wilhelm I. und ist die Namensgeberin der Hauptgeschäftsstraße im Quartier. Im Mai 2011 begannen die Aktionen anlässlich des Jubiläums. Bei der „Dampferfahrt rund um die Insel der Kaiserin“ erfuhr man mehr über die Besonderheiten des Mierendorffkiezes, über die dortige Handelslandschaft und deren vielfältige Ange­bote. Ein weiteres Highlight war das Drachenbootrennen „Kaiserin-Augusta-Cup“ auf der Spree. Neben Teams der Gewerbetreibenden des Mierendorff­kiezes bestand das Starterfeld auch aus einer fraktionsübergreifenden Abordnung des Bezirksparlaments.

Eine Allee voll von Geburtstagsgästen
Am 30. September 2011, dem Geburtstag der Kaiserin Augusta, fanden die Feierlichkeiten ihren Abschluss. Auf der Kaiserin-Augusta-Allee nahmen die Geburtstagsgäste an einer 150 Meter langen Geburtstags­tafel Platz. An den weißgedeckten Tischen entwickelte sich eine außergewöhnliche Atmos­phäre des Miteinanders. Familien, Gruppen und Hausgemeinschaften feierten einen ganz besonderen Geburtstag und genossen russische, französische oder afrikanische Spezialitäten; alles Angebote aus den umliegenden Geschäften oder von ortsansässigen Vereinen.

MittenrIn-Perspektive
Die Aktionen, mit denen über den Sommer hinweg Kaiserin Augusta als lokale Marke etabliert wurde, waren auf das Profil des Mierendorffkiezes abgestimmt. Bei den einzelnen Veranstaltungen erschien immer wieder die Kaiserin in Person einer Schauspielerin. Zusätzlich produzierte der Unternehmerstammtisch kleine Werbefilme über den spezialisierten Fachhandel im Kiez, in denen Kaiserin Augusta als Hauptdarstellerin auftrat. Der Unternehmerstammtisch Mierendorffkiez hat mit seiner Idee gezeigt, wie wichtig der lokale Bezug einer Konzeptidee ist, um erfolgreich an MittendrIn Berlin! Die
Zentren-Initiative teilzunehmen.


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Informationen über die Initiative
Die Gewerbetreibenden aus dem Mierendorffkiez gründeten im Sommer 2009 den Unternehmerstammtisch Mierendorffkiez. Bereits damals war der nahende Geburtstag der Kaiserin Augusta ein Gesprächsthema. Die Teilnahme am Wettbewerbsverfahren MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative bot die Gelegenheit, ein passendes Konzept zu erarbeiten und umzusetzen. In den vergangenen zwei Jahren konnte der Unternehmerstammtisch neue Mitglieder akquirieren und möchte die erfolgreichen Veranstaltungen wiederholen.

Mierendorffkiez
Der Mierendorffkiez liegt nordöstlich vom Schloss Charlottenburg im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Insel–position mitten in Berlin ergibt sich durch die Lage zwischen Spree, Westhafenkanal und dem Charlottenburger Verbindungskanal. Die Wasserlagen und Ufer sind nur wenig zugänglich und weitestgehend von Industrie- und Hafenanlagen geprägt. Die Gewerbestruktur zeichnet sich durch kleine inhabergeführte Fachgeschäfte aus.


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Ansprechpartner
Unternehmerstammtisch Mierendorffkiez
c/o BÜRO BLAU – Beratung und Planung für Stadt und Landschaft
Frank Baumann
Tel. 030 30 10 54 64
E-Mail: baumann at bueroblau punkt de

 

Erfahre Halensee! 14. Mai-30. Sept. 2011

Fahrradverleih, Open-Air-Kino, Radrennen und PoetrySlam

Immer mehr Menschen in Berlin nutzen regelmäßig das Fahrrad, um sich in der Stadt fortzubewegen. Radfahren liegt im Trend umweltbewusster und flexibler Hauptstädterinnen und Hauptstädter. Wie kann man das Interesse der zahlreichen Radfahrenden auf die Angebote der Händlerinnen und Händler in einem bestimmten Quartier lenken? Die Gewerbegemeinschaft KuDamm-Halensee stellte sich diese Frage und entwickelte daraus eine Idee, mit der sie die Jury von MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative überzeugte. Kundinnen und Kunden bot sie die Möglichkeit, das Quartier Halensee neu zu „erfahren“.

Ein Verleihsystem für das ganze Quartier
In Kooperation mit dem Fahrradverleih nextbike ließ die Standortkooperation in Halensee Leihstationen für Fahrräder einrichten. Die Händlerinnen und Händler konnten Fahrräder ein Jahr lang als Werbefläche für sich mieten. An den Leihstationen konnte man sich über die Standorte und die vielfältigen Angebote der Geschäfte informieren. Zudem wurden hier auch sehenswerte Orte und Besonderheiten des Kiezes gezeigt. Das Projekt „Erfahre Halensee!“ verband somit geschickt die Flexibilität und die ökologischen Aspekte des Fahrradfahrens mit Werbemaßnahmen der Gewerbetreibenden im Quartier.

Vielfältigkeit von Halensee erfahren
In den Sommermonaten veranstaltete die Gewerbe­gemeinschaft eine Vielzahl von Aktionen, um das neue Verleihsystem in Halensee bekannt zu machen. Im Mai 2011 startete das Projekt mit einer großen Eröffnungsveranstaltung am Henrietten­platz. Die Quartiersfahrräder und das Verleihsystem wurden vorgestellt. Alle Besucherinnen und Besucher konnten ihre Fahrräder beim Frühjahrscheck für die beginnende Saison „fit“ machen lassen. Den Sommer über fand eine Rätsel-Rallye durch die Geschäfte statt und ein Fahrrad-Open-Air-Kino mit Kurzfilmfestival begeisterte nicht nur Radlerinnen und Radler. Anfang September lud der Verein zu einem besonderen Fahrradfest: Bei spätsommerlichem Wetter wurden auf einem Fahrrad-Catwalk skurrile Drahtesel vorgeführt und bei Geschicklichkeitsübungen konnte man seine Fahrradkünste unter Beweis stellen. Bei einem Poetry-Slam mit fahrradbetriebener Stromversorgung fand die Zweiradsaison in Halensee ihren Abschluss.

MittendrIn-Perspektive
Mit der Idee der Quartiersfahrräder wurde ein nachhaltiges Element der umweltfreundlichen Mobili­tät geschaffen. Es diente gleichzeitig den Gewerbetreibenden als Werbeplattform und den Kunden als Fortbewegungsmittel. Das Image von Halensee als fahrradfreundlichem Kiez konnte weiter gestärkt werden. Das Verleihsystem und beglei­tende Aktionen sollen über den Wettbewerbszeitraum hinaus angeboten werden. Die Gewerbegemeinschaft Kudamm-Halensee hat mit den unter­schiedlichen Aktionen zum Thema Fahrrad das Motto „Vielfalt auf den Punkt gebracht“ kreativ interpretiert.


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Informationen über die Initiative
Die Gewerbegemeinschaft KuDamm-Halensee existiert seit 2007. Im Verlauf der Teilnahme an MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative haben die Gewerbetreibenden einen Verein gegründet, um ihr Engagement weiter zu intensiveren. Der Erfolg mit „Erfahre Halensee!“ hat die Standortkooperation als Netzwerk gestärkt. Die Anzahl ihrer Mitglieder stieg während des Wettbewerbs deutlich.

Halensee
Der Ortsteil Halensee befindet sich im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Halensee bildet das westliche Entrée des weltbekannten Kurfürstendamms. Die Wohn- und Geschäftsstraßen des Quartiers sind geprägt von inhaberge­führten Fachgeschäften.


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Ansprechpartner
Gewerbegemeinschaft Quartier KuDamm-Halensee
c/o Anett Hoffmann-Theinert, Vorsitzende der Gewerbegemeinschaft
Tel. 030 32 76 49 49
E-Mail: info at kudamm-halensee punkt de

 

Klang und Gesang in der Crellestraße | 14. Mai-2. Juli 2011

Klanginstallation, Kompositionswettbewerb und Chor-Casting

Schon einmal einen Rabatt „ersungen“ und sich danach auf einer Klangwelle treiben lassen? In der Crellestraße war dies im Sommer 2011 möglich. Der in einer ruhigen Seitenlage zur Schöneberger Hauptstraße gelegene Crellekiez ist schon seit längerer Zeit ein Eldorado für Musik-Liebhaber: Hier befinden sich künstlerisch orientierte Gewerbetreibende aus der Musik- und Tontechnik-Branche sowie das Museum der Unerhörten Dinge. Seit 2009 veranstaltet das Netzwerk Crelle-Kiez.de das Crelle-Chorfest.

Eine Welle der Begeisterung
Seit Juli 2011 war einmal am Tag der CrelleKlang, eine Komposition aus Chorgesang und typischen Straßengeräuschen, in der Straße zu hören. An den Hausfassaden sorgten 29 Lautsprecherboxen für ein außergewöhnliches Klangerlebnis. Das Projekt „Klang und Gesang in der Crellestraße“ stellte auch eine kritische Auseinandersetzung mit der oft anspruchslosen Geräusch­kulisse in Shopping-Centern dar.

Es war keine leichte Aufgabe, die ambitionierte Idee in die Tat umzusetzen. Denkmalgeschützte Gebäude, hohe technische Anforderungen und die Einbeziehung der Anwohnerinnen und Anwohner stellten Herausforderungen dar. Die Händlerinnen und Händler und ihr für innovative und künstlerische Ideen aufgeschlossener Kundenkreis unterstützten das Projekt mit Knowhow und Fachkompetenz. Eine an den denkmalpflegerischen Belangen orientierte Gestaltung der Lautsprecherboxen, vielfältige Informations- und Musikveranstaltungen im Vorfeld und die Einbindung der Immobilieneigentümer halfen, die Herausforde­rungen zu meistern.

Die Veranstaltungsreihe „Klang und Gesang in der Crellestraße“
Das Netzwerk Crelle-Kiez.de überließ bei der Auswahl der Klangwelle nichts dem Zufall. Während eines Kompositionswettbewerbs wurden Kundschaft und Anwohner musikalisch auf die Klanginstallation eingestimmt. Nach dem Crelle-Chorfest folgte im Juli 2011 das abwechslungsreiche „Intermezzo“: An einigen Wochentagen konnte in Geschäften der Kaufwunsch singend vorgetragen und damit ein Rabatt oder ein Präsent „ersungen“ werden. Interessant ist die Tatsache, dass die Klanginstallation einer mathematischen Logik folgt. Es ist eine Hommage an den Namensgeber der Straße: den Mathematiker August Leopold Crelle.

MittendrIn-Perspektive
Der CrelleKlang lockt täglich Besucherinnen und Besucher in die kleine Wohn- und Einkaufsstraße. Er hat das Image der Crellestraße als wohl musikalischste Straße Berlins weiter gestärkt. Das Projekt „Klang und Gesang in der Crelle­straße“ bietet auch für die kommenden Jahre Möglichkeiten, die Wirkung von Tönen, Geräuschen und Musik im öffent­lichen Raum zu erleben. Daneben ist die Arbeit des Netzwerkes Crelle-Kiez.de ein gelungenes Beispiel dafür, wie MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative die gemeinschaftliche Anstrengung nachhaltig unterstützt.


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Informationen über die Initiative
Das Netzwerk Crelle-Kiez.de ist ein Zusammenschluss von Gewerbetreibenden, die sich durch ihre musikalische und künstlerische Leidenschaft verbunden fühlen. Die Erfahrungen mit der Ausrichtung des jährlichen Chorfestes haben dem Netzwerk geholfen, die aufwendige Planung der Klanginstallation erfolgreich umzusetzen. Auch zukünftig will das Netzwerk mit musikalischen Ereignissen das klangvolle Image der Straße weitertragen.

Crellestraße
Zwischen der S-Bahn-Station Julius-Leber-Brücke und dem U-Bahnhof Kleistpark liegt die Crellestraße. Die verkehrsberuhigte Straße verläuft parallel zur Hauptstraße in Schöneberg. Ruhig ist es hier aber nur in Hinblick auf den Autoverkehr. Viel Gastronomie und musikalische Veranstaltungen machen die Crellestraße schon seit Jahren zu einem Ausgehtipp im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.


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Ansprechpartner
Netzwerk Crelle-Kiez.de
Karin Strahmann
Tel. 030 78 71 64 73
E-Mail: strahmann at fullhaus-npo punkt de
E-Mail: strahmann at fullhaus-npo punkt de