MittendrIn Berlin! // Wettbewerb // Preisträger 2005

2005: Mit Kooperation und Fantasie ans Ziel

„MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative” hat sich 2005 als ein sehr vielversprechender Ansatz erwiesen. Beeindruckend war die Anzahl und das Engagement der Teilnehmer in diesem ersten Jahr. Innerhalb von wenigen Wochen hatten 33 Initiativen zeitlich befristete Projekte zur Attraktivitätssteigerung ihrer Zentren entwickelt. Fünf davon wurden von einer fachkundigen Jury zu Siegern gekürt. Die Gewinner überzeugten vor allem dadurch, dass es ihnen gelungen ist, die unterschiedlichsten Akteure wie Einzelhandel und Immobilienwirtschaft, Gastronomie und Kultureinrichtungen, Sportvereine und Jugendgruppen an einen Tisch zu bringen. Gemeinsam haben sie Konzepte voller Kreativität und Einfallsreichtum erarbeitet. Dabei hoben die Initiativen die Aspekte hervor, welche die Berliner Zentren besonders kennzeichnen: ihre Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit.

Nachfolgende fünf Preisträger haben ihre Aktionen 2005 mit großem Erfolg durchgeführt.

 

4. bis 7. Aug. 2005

4. bis 7. Aug. 2005

Anstoß Neukölln

Wie Sport – besonders Fußball – ethnische Grenzen zwischen unterschiedlichen (Jugend-) Kulturen aufheben, ein teilweise konfliktreiches Nebeneinander in ein identitätsstiftendes Miteinander übertragen kann, hat „Anstoß Neukölln“ im August 2005 in der Karl-Marx-Straße gezeigt. Mit vielen sportlichen und kulturellen Ereignissen, in die deutsche und türkische Vereine und Verbände, Geschäfte und Kultureinrichtungen eingebunden waren, wurde unter freiem Himmel eine Vorstellung vermittelt von höherer Lebensqualität in der Neuköllner Karl-Marx-Straße. Das Engagement für ein attraktiveres Wohn-, Arbeits- und Freizeitumfeld in der auch als Flaniermeile beliebten Geschäftsstraße diente gleichzeitig der Belebung des Einzelhandels und der Ankurbelung der Immobilienwirtschaft.

Kontakt
Arbeitsgemeinschaft Karl-Marx-Straße
c/o Sparkasse Berlin
Dieter Aßhauer (0172-3967328)

 

25. bis 29. Aug. 2005

25. bis 29. Aug. 2005

Trommeln für Pankow

Das Zentrum Pankows litt 2005 unter einem geringen Bekanntheitsgrad und schlechten Image. Städtebauliche Defizite, Brachflächen in bester Lage und eine entwicklungsbedürftige Einzelhandelsstruktur prägten das Bild auf der einen Seite. Andererseits war die Altbausubstanz von guter Qualität, zeugen Schloss und Museen sowie viele öffentliche Grünflächen und Spielplätze von einem familienfreundlichen Umfeld mit hohem Freizeitwert. Diese Vorteile wissen auch heute noch viele Künstler zu schätzen, die Pankow als Wohnsitz gewählt haben.   Für die Aufhellung der Schattenseite des Pankower Zentrums trommelte die ortsansässige Initiative. Kunstaktionen bei Tag und Nacht standen im Vordergrund. Percussionbands zogen durch die Straßen. Die Errichtung eines Kulturkaufhauses wurde angedeutet. „Bauschilder“ an brachliegenden Top-Lagen sollen einen Wettstreit der Investoren um die Filetstücke des Reviers in Gang setzen. Diese wurde mit „Light-Writing“ von einer Künstlergruppe illuminiert.

Kontakt
Kommunikationsagentur a.g.a.b.u.!
Wolfgang K. Albrecht-Schoeck (499 072 29)

 

1. bis 4. Sept. 2005

1. bis 4. Sept. 2005

Die Weitlingstraße – Lichtenbergs Gelbe Seite

Die Anwohner der Weitlingstraße in Lichtenberg sahen Anfang September 2005 Gelb. Sie wollten den Ruf der Straße aufwerten, der schlechter ist als die tatsächliche Situation der Einkaufsstraße. Kunden sollten gebunden werden und neue hinzukommen. Ziel war es, die vorhandene Einzelhandelsstruktur zu stärken und weiter zu entwickeln. Leerstehende Läden und Geschäfte sollten einen Mieter finden. Die Initiative „Die Weitlingstraße – Lichtenbergs Gelbe Seite“ regte mit vielfältigen Aktionen rund um die Farbe Gelb die Belebung der Weitlingstraße an. Die Weitlingstraße erlag dem „Gelbfieber“: Am 1. September wurde ein 4.500 Quadratmeter großer und 370 Meter langer gelber Teppich auf der Fahrbahn ausgerollt. Die Kunstaktion, die ein bis dahin nicht gekanntes Raumgefühl in der Weitlingstraße hervorrief, wurde am 2. September 2005 mit einer Medienveranstaltung gefeiert. Die Anwohner und Besucher waren aufgerufen, in gelber Kleidung in ihrer Geschäftsstraße zu flanieren. Auch die übrigen Tage der Veranstaltung waren voller gelber Überraschungen.

Kontakt
Projektgemeinschaft Lichtenbergs Gelbe Seite
Brigitte Möhler (547 187 90)
Hans-Jörg Bahrs (787 033 51)
Carolin Behrens (885 914 64)
Website

 

8. bis 11. Sept. 2005

8. bis 11. Sept. 2005

Lichtenberger FENNPFUHLMEILE (N) STEINE

Wegen seiner Insellage wird der Lichtenberger Ortsteil Fennpfuhl von Außenstehenden kaum wahrgenommen. Der Verkehr rauscht auf Hauptstraßen an der Wohn- und Einkaufsgegend vorbei, ohne dass jemand Notiz nimmt von dem, was sich hinter Plattenbauten und Bäumen verbirgt. In Berlin ist eine derartige Mischung aus weitläufigen Grünanlagen und von Grund auf sanierten Mietblocks, in denen teilweise eine multiethnische Bevölkerung wohnt, wohl kaum noch einmal anzutreffen. In manchen Wohnkomplexen leben Menschen aus mehr als 30 Nationen.
Im September 2005 übernehmen die „Lichtenberger Fennpfuhlmeile(n)steine“ das Zepter im Ortsteil. Die Fennpfuhler Isolation sollte durch sieben Themenmeilen aufgehoben werden. Höhepunkte waren die Eröffnung des nach Betreiberangaben ersten Kreativkaufhauses Deutschlands sowie die Verhüllung des Monumentalbrunnens am Anton-Saefkow-Platz. Außerdem wurden bei einem Hochhaustreppenlauf sportliche Höchstleistungen gefordert. Ein Klassikkonzert und „Ostrock auf der Bühne“ sorgte für Unterhaltung. Ziel der Aktionen war die wirtschaftliche und soziale Stärkung des Zentrums sowie dessen Anbindung an angrenzende Einkaufszentren.

Kontakt
Standortgemeinschaft Fennpfuhl
Barbara Boitz (250 137 98)

 

23. Sept. bis 3. Okt. 2005

23. Sept. bis 3. Okt. 2005

Die schönsten Straßen der Welt – Die Via Condotti zu Gast in der Friedrichstraße

Die Friedrichstraße begann 2005 den Dialog mit den schönsten Straßen der Welt: Roms Via Condotti war der Gast. Ziel war die Umsatzsteigerung des Einzelhandels und die bessere Vermarktung der Friedrichstraße als luxuriöse Flanier- und Einkaufsmeile für Berliner und Touristen. Die Gasttage der Via Condotti zeigten sich dem Besucher durch die visuelle Verwandlung der Friedrichstraße in den römischen Boulevard. Transparente mit künstlerisch gestalteten Fotos der Via Condotti schmückten die Fassaden der Friedrichstraße. Künstler säumten das Straßenbild. Kulinarische Spezialitäten aus der römischen Küche erfreuten den Gourmet. Die elftägige Präsentation der Via Condotti in der Friedrichstraße wurde mit einer medienwirksamen Eröffnungsveranstaltung zelebriert.

Kontakt
IG Gewerbetreibende an der Friedrichstraße
Dorothee Stöbe (209 623 90)