Während der Eröffnungsveranstaltung bestand die Möglichkeit, sich über ein Fotocasting für die Gestaltung der Kästen zu bewerben. Die ersten fertigen Kunstobjekte entlang der Turmstraße konnten zudem per Rikscha-Tour erlebt werden. Fortgesetzt wird die Veranstaltungsreihe am 25. April mit der Vorstellung des Turmstraßen-Einkaufsführers, einer große Bastelaktion für Kinder sowie der Fortführung der Fotocasting. Höhepunkt und Abschluss bildet das große Gehwegfest „Kunst und Kultur im Kiez“ am 21. September.
„Mit MittendrIn Berlin! wollen wir lokale Netzwerke fördern und diese darin bestärken, Verantwortung für die Gestaltung ihres Umfelds zu übernehmen. Die Projektidee in der Turmstraße zeigt, dass sich die Akteure vor Ort Gedanken gemacht haben, individuell passende Verbesserungen für ihren Kiez zu entwickeln und umzusetzen. Sie ist ein wichtiger Baustein in der insgesamt positiven Entwicklung der Turmstraße“, sagte Christian Wiesenhütter, Stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, der am Samstag vor dem Rathaus Tiergarten gemeinsam mit Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Berlin Mitte, den Startschuss gab. Ephraim Gothe, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, äußerste sich mit folgenden Worten: „Der Senat unterstützt die Berliner Zentrenentwicklung in vielfältiger Weise. In der Turmstraße als aktivem Stadtzentrum hat sich das breit aufgestellte Netzwerk phantasievoll mit der Gestaltung des öffentlichen Raums befasst. Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg.“
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Foto oben: Ulrich Davids (Bezirksstadtrat), Dr. Christian Hanke (Bezirksbürgermeister)
Foto unten: v.l.n.r. Ulrich Davids (Bezirksstadtrat), Dr. Christian Hanke (Bezirksbürgermeister), Christian Wiesenhütter (Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin), Sabine Slapa (die raumplaner), Michael Wiesemann-Wagenhuber (Frecher Spatz e. V.)
Ephraim Gothe, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt:
„Städtische Zentren spiegeln das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in der Stadt wider. In Berlin stehen sie für Vielfalt und Lebendigkeit und prägen die besondere Ausstrahlung der Stadt. Die Stärkung von Zentren ist daher ein wichtiges Ziel der Berliner Stadtentwicklungspolitik. Alle drei Gewinner-Initiativen haben in engagierten lokalen Kooperationsnetzwerken kreative und tragfähige Konzepte entwickelt, um ihre Geschäftsstraßen attraktiv zu gestalten und Besuchende mit „Neuem“ zu überraschen. Sie tragen auf nachhaltige Weise zur positiven Entwicklung ihres Kiezes und zur Umsetzung des Stadtentwicklungsplans Zentren bei. Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Jury. Die Wahl fiel angesichts der vielfältigen und qualitativ hochwertigen Wettbewerbsbeiträge nicht leicht.“
Christian Wiesenhütter, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin:
„MittendrIn ist der lebendige Beweis dafür, dass wir gemeinsam in unserer Stadt etwas schaffen können, das mit Neuem überrascht und den Weg in die Zukunft weist. Gemeinsam entstehen in den Netzwerken vor Ort die Ideen, mit denen die eigene Geschäftsstraße wieder aus einem neuen Blickwinkel betrachtet werden kann. Bewusst setzen wir auf die Kreativität vor Ort, die sich durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen lokalen Akteursgruppen ergibt. Die Initiativen entwickeln Businesspläne, an denen sie sich auch selbst anteilig finanziell beteiligen. Gemeinsam mit unseren Partnern ermöglichen wir als Initiatoren des Wettbewerbs den Geschäftsstraßen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.“
Juryvorsitzende Prof. Angela Mensing-de Jong, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden:
„Die drei Gewinner-Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit den Umsetzungen einen langfristigen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der jeweiligen Standorte leisten. Beim Projekt aus der Kastanienallee überzeugte die Jury besonders die positive Resonanz, die der MittendrIn-Beitrag auf das schnell wachsende neue Netzwerk für ein neues Image ausübte. In der Turmstraße können die Akteure durch ihr künstlerisches Projekt zur laufenden Umgestaltung und Neuinszenierung der Geschäftsstraße beitragen. An der Spandauer Idee „Kunst verbindet“ hat die Juroren insbesondere der Gedanke überzeugt, die bestehenden Anziehungspunkte in kreativer Weise zusammenzufassen und erlebbar zu machen.“
Die Zentren-Initiative
Die erfolgreichen Initiativen erhalten zur Umsetzung ihrer Projekte im Sommer 2013 insgesamt 100.000 Euro Preisgeld und darüber hinaus weitere Unterstützung der Initiatoren und Partner des Wettbewerbs beim stadtweiten Marketing. MittendrIn Berlin! ist eine Zentren-Initiative, die Konzepte für Projekte und Aktionen auszeichnet, die dauerhafte positive Effekte zur Steigerung der Attraktivität von Zentren und Geschäftsstraßen versprechen. Der seit 2005 bestehende Wettbewerb ist eine gemeinsame Aktion der IHK Berlin, der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Wirtschaft, Technologie und Forschung und der privaten Partner GALERIA Kaufhof, BoetherRealtyPartner, Multi Development Germany, Ströer Out of Home Media, REWE, EDEKA, City Clean und des Handelsverbands BerlinBrandenburg e.V..
Die Jury, besetzt mit den Partnern von „MittendrIn Berlin!“ und weiteren Fachleuten, hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, aus den vielfältigen Beiträgen die Kreativsten zu wählen.
Für die acht nominierten Initiativen beginnt nun die dreimonatige Qualifizierungsphase, in der die Ideenskizzen weiterzuentwickeln und zu verfeinern sind. „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative“ unterstützt die Nominierten hierbei mit durch Coaching in Vor-Ort-Gesprächen, mit Briefpapier zur Akquise weiterer lokaler Partner, einer Kreativwerkstatt und mit dem Startergeld. Somit gibt es bereits in der ersten Phase acht Gewinner, die ihr lokales Netzwerk stärken können.
Im Herbst 2012 wird die Jury aus den Nominierten bis zu drei Beiträge bestimmen, die im Sommer 2013 umgesetzt werden.