Die drei Preisträger haben mit der Umsetzung ihrer Projekte begonnen. Erleben Sie die Geschäftsstraßen und -quartiere. Es sind viele kreative Ideen neu zu entdecken und hautnah zu erleben. Hinweise finden sich unter
Anlässlich des fünften Durchgangs von "MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative" fand die Veranstaltung "Zentren. Handel. Netzwerke" statt. In Fachbeiträgen und einer Podiumsdiskussion wurden aktuelle und zukünftige Möglichkeiten der Zentrenentwicklung und die Rolle der beteiligten Akteure diskutiert. Außerdem wurden die Preisträger des Wettbewerbs 2010/11 ausgezeichnet. Hier finden Sie nun eine ausführliche Dokumentation zur Veranstaltung.
Die Gewinner des Wettbewerbs „MittendrIn Berlin! 2010 stehen fest. Die insgesamt 110 000 Euro Preisgeld teilen sich Projekte aus Charlottenburg, Schöneberg und Wilmersdorf. In der vergangenen Woche hat die Jury der gemeinsamen Aktion von IHK Berlin, der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung sowie Wirtschaft, Technologie und Frauen und Partnern aus der Wirtschaft in der Schlussrunde aus insgesamt 35 Projekten die Siegerideen gekürt. Zur Wahl standen Initiativen, die die Attraktivität ihrer Kiezgeschäftsstraßen stärken und sie so zum Begriff in der ganzen Stadt machen wollen. Die Entscheidung fiel in diesem Jahr für Projekte im Mierendorffkiez in Charlottenburg, in der Crellestraße in Schöneberg und im Kiez am Bahnhof Halensee in Wilmersdorf.
So wird u.a. „Kaiserin Augusta“ im nächsten Jahr Patin für verschiedene Veranstaltungen rund um den Mierendorffplatz sein. Unter anderem plant der „Unternehmerstammtisch Mierendorffkiez“ ein Drachenbootrennen. In der Crellestraße in Schöneberg sind bei musikalischen Veranstaltungen des Netzwerks Crelle-Kiez kräftige Stimmen gefragt. Die Gewerbegemeinschaft Kudamm-Halensee richtet im kommenden Sommer ein Fahrradverleihsystem rund um den S- Bahnhof Halensee ein. Der bereits zum fünften Mal ausgelobte Preis stand diesmal unter dem Motto „Vielfalt auf den Punkt gebracht“.
Die erfolgreichen Initiativen erhalten zur Umsetzung ihrer Projekte im Sommer 2011 insgesamt 110.000 Euro Preisgeld und darüber hinaus weitere Unterstützung der Initiatoren und Partner des Wettbewerbs beim stadtweiten Marketing. MittendrIn Berlin! ist eine Zentren-Initiative, die Konzepte für Projekte und Aktionen auszeichnet, die dauerhafte positive Effekte zur Steigerung der Attraktivität von Zentren und Geschäftsstraßen versprechen. Der seit 2008 bestehende Wettbewerb ist eine gemeinsame Aktion der IHK Berlin, der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung sowie Wirtschaft, Technologie und Frauen und der privaten Partner GALERIA Kaufhof, Berliner Volksbank, Boether RealtyPartner, Multi Development Germany, Ströer Out of Home Media, REWE, City Clean und des Handelsverbands Berlin- Brandenburg.
Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:
„Ich freue mich über die Entscheidung der Jury. Die unterschiedlichen Gewinner-Projekte nehmen in beispielhafter Weise das Besondere ihres Kiezes auf. Sie entwickeln damit ein lebhaftes und tragfähiges Konzept, das viele Berliner zu einem Besuch in diesen Zentren anregen wird.
Mit dem Wettbewerbs-Gewinn wird nicht nur die Kreativität der lokalen Akteure ausgezeichnet, sondern auch deren Engagement für die positive Entwicklung ihrer Standorte. Die Entscheidung fiel angesichts der qualitätvollen Konzepte nicht leicht.“
Kaiserin Augusta, Namensgeberin der zentralen Straße des Mierendorffkiezes, der Kaiserin-Augusta-Allee, würde 2011 ihren 200. Geburtstag feiern. Aus diesem Grund plant der Unternehmerstammtisch Mierendorffkiez für das kommende Jahr eine Reihe von Aktivitäten, mit denen der Standort in das öffentliche Rampenlicht gerückt werden soll: z.B. mit einem Drachenbootrennen „Kaiserin-Augusta-Cup“, einer speziell konzipierten Ausflugs-Bootsfahrt „Rund um die Insel der Kaiserin“, einer Kunstausstellung in Schaufenstern und leerstehenden Gewerberäumen. Als Höhepunkt ist im September „Augustas Geburtstagstafel“ geplant, zu der Bürgerinnen und Bürger zu einem kulinarischen Mahl an eine Tafel in der Mitte der Kaiserin-Augusta-Allee eingeladen werden.
Anknüpfend an das erfolgreiche Chorfest „Die Crellestraße gibt den Ton an – Gesang in allen Tonlagen“ und weitere Veranstaltungen des Netzwerks Crelle-Kiez.de soll das Interesse der Kunden und Besucher für Harmonien und Gesang angesprochen werden. Ziel ist es, damit den Bekanntheitsgrad der Straße grundsätzlich zu erhöhen. Eine mehrstimmig gesungene Klangfolge soll komponiert, aufgenommen und mittels Lautsprechern entlang der gesamten Straße für wenige Minuten wie eine Welle erklingen. Das anspruchsvolle Tonkonzept ist als Gegenentwurf zur üblichen Beschallung in Kaufhäusern und anderen öffentlichen Räumen zu verstehen. Mit der Klang-Installation verbunden sind ein Kompositionswettbewerb und Chor-Casting zur Produktion des Musikstücks. Die Inszenierung soll öffentlichkeitswirksam, verbunden mit Händleraktionen realisiert werden.
Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin:
„Die Qualität und die Vielfalt der Beiträge zeigen, dass wir mit dem Wettbewerb MittendrIn Berlin! auf dem richtigen Weg sind – nämlich die Akteure vor Ort herauszufordern, ihre Standortvorteile herauszustellen. Gemäß dem diesjährigen Wettbewerbsmotto, ist es den drei Preisträgern gelungen, die Vielfalt Berlins als Shopping-, Gastronomie und Tourismusmetropole in ihrem jeweils eigenen Charakter „auf den Punkt“ zu bringen. Nicht zuletzt hat MittendrIn erneut dazu beigetragen, neue Netzwerke zu schaffen und bestehende Kooperationen auszuweiten und zu festigen.“
Vielfalt erfahren, Kundenfreundlichkeit steigern und Umweltbewusstsein stärken – dies möchte „Erfahre Halensee!“ mit einem öffentlichen Fahrradverleihsystem erreichen. Der von der Gewerbegemeinschaft KuDamm-Halensee zusammen mit Urbanizers Büro für städtische Konzepte vorgeschlagene Wettbewerbsbeitrag verbindet die vielfältigen lokalen Einzelhandelsangebote mit der kulturellen, räumlichen und geschichtlichen Vielfalt des Quartiers, um damit die Attraktivität des Quartiers zu steigern. Die Händlergemeinschaft möchte ein berlinweites Alleinstellungsmerkmal erzeugen, indem sie ihren Kunden Fahrräder zum Einkaufen zur Verfügung stellt. Die auffällig gestalteten Räder sollen ein aktives Zeichen zum Umgang der Gewerbetreibenden mit innerstädtischer Mobilität und Klimafragen setzen.