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Fachforum „Laufend Neues erleben“

Denkanstöße und Inspirationen am 18. April 2012

Ingrid Hermannsdörfer, Landeskriminalamt Berlin (Foto oben) und Ingeborg Stude, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (Foto unten) bei Ihren Vorträgen im Rahmen des MittendrIn Berlin! Fachforums „Laufend Neues erleben – Denkanstöße und Inspirationen“ am 18. April 2012 im Amerika-Haus in Berlin Am Mittwoch, dem 18. April 2012, fand im Amerika-Haus die Kreativ- und Informationsveranstaltung zum aktuellen Motto „Laufend Neues erleben“ statt. Zahlreiche interessierte Initiativen folgten dem Angebot der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und der IHK Berlin, mehr über den Wettbewerb zu erfahren, Fragen zum aktuellen Verfahren zu stellen sowie Mitstreiterinnen und Mitstreiter kennenzulernen. Vier Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen lieferten kreative, abwechslungsreiche Denkanstöße und Information rund um das neue Motto.

Ingrid Hermannsdörfer von der städtebaulichen Kriminalprävention (Landeskriminalamt Berlin) erläuterte den Gästen Zusammenhänge zwischen Städtebau, Architektur, Service und objektiver und subjektiver Sicherheit. Durch anschauliche Beispiele zeigte Frau Hermannsdörfer, wie Räume gestaltet werden können, um die gefühlte und tatsächliche Sicherheit eines Ortes für unterschiedliche Nutzergruppen zu gewährleisten. Um Sicherheit zu schaffen oder zu erhöhen, ist es insbesondere soziale Kontrolle wichtig. Dies lässt sich durch bauliche Gestaltung unterstützen.

Ingeborg Stude, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, führte den Begriff „Design for All“ ein. Sie erläuterte, wie Barrierefreiheit realisiert werden kann und animierte im Hinblick auf Geschäftsstraßen dazu, sich – auch aktiv – in die Perspektive der vielfältigen Kundschaft zu versetzen. Dies erleichtere z. B. die Schaffung übersichtlicher Eingangsbereiche. Barrierefreiheit sei auch mit unkonventionellen Ideen und Mitteln zu erreichen, machte Frau Stude deutlich. Weiterführende Informationen zur Barrierefreiheit und zum Thema „Design for All“ finden Sie hier.

Andreas Krüger, Geschäftsführer der Modulor Projekt GmbH, stellte die Entwicklung am Moritzplatz als Beispiel für einen erfolgreichen Netzwerk-Aufbau in Berlin-Kreuzberg vor. Die frühzeitige inhaltliche und organisatorische Einbindung wichtiger Akteure in ein neues Netzwerk sichert die Kompromissbereitschaft und das Engagement zwischen den Beteiligten. Die am Moritzplatz entstandene vielfältige Mischung von Angeboten (Werkstätten, Geschäfte, soziale Projekte, Club, Café, Kindergarten) leiste, so Herr Krüger, einen zusätzlichen Beitrag zur Profilierung des Standortes. Sie trägt zu einem ökonomischen und sozialen Mehrwert bei. Informationen zur Modulor Projekt GmbH finden Sie hier.

Im Gespräch mit Marco Mehlin, Moderation, gab Jeannette Saleh Zaki, Wirtschaftsföderung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf, Hinweise zum Bewerbungsverfahren aus bezirklicher Sicht. Sie stellte zahlreiche Tipps zur Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern vor.

Elke Plate, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Christof Deitmar, IHK Berlin, und Daniel Schertel, Büro raumscript, standen abschließend für Rückfragen zum Wettbewerbsverfahren zur Verfügung. Sie beantworteten Detailfragen aus dem Publikum zu inhaltlichen und organisatorischen Punkten. Den anschließenden Umtrunk nutzten die rund 60 Gäste dazu, Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Fotos:
Ingrid Hermannsdörfer, Landeskriminalamt Berlin (oben) und Ingeborg Stude, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (unten) bei Ihren Vorträgen im Rahmen des MittendrIn Berlin! Fachforums „Laufend Neues erleben – Denkanstöße und Inspirationen“ am 18. April 2012 im Amerika-Haus in Berlin

 
 

 

 

Motto 2012/13: „Laufend Neues erleben“

„Laufend Neues erleben“ ist das Motto des Wettbewerbs 2012/13.
Es stellt die Bewegung vor Ort in den Mittelpunkt.

MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative unterstützt in 2012/13 Veranstaltungen, Angebote oder Aktionen, die auf unterschiedlichste Weise dazu beitragen können, eine Geschäftsstraße oder ein Zentrum aufzusuchen, sich dort aufzuhalten, zu flanieren und die jeweiligen Orte und deren Besonderheiten kennenzulernen. Es werden Vorhaben prämiert, die dazu beitragen, einen neuen bzw. einen anderen Blick auf die jeweiligen Zentren und Geschäftsstraßen zu eröffnen. Eine Auseinandersetzung mit innovativen Serviceangeboten, die viele Menschen ansprechen, ist erwünscht. Ebenfalls sind Fragestellungen zur älter werdenden Gesellschaft und einer sozial gemischten Berliner Gesellschaft einzubinden. Die Leitidee der eingereichten Vorhaben muss einen thematischen Bezug zum Wettbewerbsmotto „Laufend Neues erleben“ aufzeigen.

Intention

Mit dem zweistufigen Wettbewerbsverfahren MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative werden Projekte und Aktionen ausgezeichnet, die dauerhafte zur Profilierung von Berliner Zentren und Geschäftsstraßen beitragen. Das Besondere und Unverwechselbare des jeweiligen Standortes soll benannt und herausgestellt werden, um auf dieser Grundlage eine nachhaltige Attraktivitätssteigerung und Belebung zu erreichen. Die einzelnen Konzepte sind in Kooperation vieler örtlicher Akteure und mit der zuständigen Bezirksverwaltung zu entwickeln und umzusetzen.

 

Auftakt für MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative 2012/13

Für Mittwoch, den 21. März, luden der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, sowie IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer zur großen Auftaktveranstaltung ins Konferenzzentrum des Ludwig Erhard Hauses ein. Hier erfuhren die Akteure der Berliner Standortkooperationen und Geschäftsstraßeninitiativen erstmals Einzelheiten zum neuen Motto und den Ausschreibungsmodalitäten.

Oben: Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Mitte links: Christian Wiesenhütter, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer IHK Berlin Mitte zentral: Michael Müller und Tobias Weber, Mitglied des Präsidiums der IHK Berlin Mitte rechts: Michael Müller Unten: Podium (v.l.n.r.) mit Nils Busch-Petersen (HBB), Anett Hoffmann-Theinert (Verein „Erfahre Halensee!“), Yvonne Hohner (Galeria Kaufhof) und Christian Wiesenhütter Der Wettbewerb MittendrIn Berlin! fordert die Akteure in den Berliner Kiezen auf, das Motto „Laufend Neues erleben“ für ihre Kunden und Gäste kreativ umzusetzen. Berlin ist als Shopping-Metropole beliebt bei Berlinern und Touristen. Diese Beliebtheit begründet sich mit den vielen abwechslungsreichen Einkaufsstraßen, Geschäftsquartieren und Kiezen. Diese Qualität zu fördern, haben sich das Land Berlin, die IHK Berlin und private Unternehmen zum Ziel gesetzt. Bis zum 25. Mai können sich Standortinitiativen mit ihren Ideen bewerben. Für die Umsetzung der Gewinner-Projekte stehen bereits zum sechsten Mal insgesamt 100.000 Euro Preisgeld zur Verfügung.

 

Fotos:
Oben: Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt
Mitte links: Christian Wiesenhütter, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer IHK Berlin
Mitte zentral: Michael Müller und Tobias Weber, Mitglied des Präsidiums der IHK Berlin
Mitte rechts: Michael Müller
Unten: Podium (v.l.n.r.) mit Nils Busch-Petersen (HBB), Anett Hoffmann-Theinert (Verein „Erfahre Halensee!“), Yvonne Hohner (Galeria Kaufhof) und Christian Wiesenhütter

 
 

 

 

Umsetzungen der Preisträger 2010/11

Der Wettbewerb MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative startete 2010 zum fünften Mal. Und er traf bei den Akteuren in den Kiezen offenbar genau den richtigen Nerv. Wir waren beeindruckt von der großen Resonanz auf das Wettbewerbs-Motto „Vielfalt auf den Punkt gebracht“. Mit insgesamt 35 Bewerbungen hatte der Wettbewerb seine bisherige Rekordbeteiligung zu verzeichnen.

Die drei Gewinner-Projekte des Durchgangs 2010/11 stehen exemplarisch für die gelungene Umsetzung dieses Mottos. Um ihren Kunden und Besuchern die Vielfalt näherzubringen, nutzten die engagierten Akteure vor Ort die Chance, die sich ihnen durch den MittendrIn-Gewinn bot: Im Charlottenburger Mierendorffkiez wurde die streitbare Kaiserin Augusta zu neuem Leben erweckt und zur vitalen Botschafterin eines lebendigen, bürgerlichen Geschäftsviertels. Die Schöne­berger Crellestraße festigte hervorragend ihr Image als musikalischer Standort durch ein Chorfestival und eine einzigartige Klang-Installation. Die Gewerbetreibenden in Halensee stellten die Vorzüge des Fahrradfahrens in den Mittelpunkt und schufen zahlreiche Angebote, die Vielfalt vor Ort zu „erfahren“.